Epson Fastfoto FF-680W Scanner : Kein Muss aber schon hilfreich

Wer wie ich, seine jugend in den 79/80ern verbracht hat und seine kinder in den 90ern großgezogen hat, der kennt das problem. Im schrrank stapeln sich die papierabzüge von photos, die man schon immer mal sortieren und in alben packen wollte. Sie nehmen viel platz weg, aber wegwerfen will man diese erinnerungsstücke auch nicht. Da hilft nur digitalisieren. Das habe ich im einzelfall auch schon mit meinem office-scanner gemacht, aber das ist erstens ziemlich mühsehlige arbeit und zweitens vom ergebnis her oft unbefriedigend. Wer sich mit scanne-technik auskennt, der weiß, dass qualitätsverluste gerade bei photoscans unvermeidlich sind. Und wenn das ausgangsmaterial schon nicht gestochen scharf ist oder die farben der alten papierabzüge mit der zeit gelitten haben, dann kann auch der beste scanner kein gutes ergebnis mehr erzielen. Dies vorausgeschickt muss ich sagen, dass mich der epson scanner dann doch überracht hat, weil ich wegen einzelner rezensionen ehr schlechtere ergebnisse erwartet hatte. Die bildqualität ist völlig ok und mit der automatisch einstellbaren bildoptimierung kann man kaum unterschiede zu den originalpapiervorlagen ekennen. Teilweise sind die digitalen photos sogar besser, da gelbstiche etc.

Fotos scannen ist ein zweischneidiges schwert. Man will für die alten schätze natürlich die allerbeste qualität. Die wird man mit diesem epson aber nicht erreichen, denn dafür brauchts einen sehr guten flachbettscanner und eine vernünftige software. Problem mit dem tollem flachbettscanner samt spezialsoftware: es dauert sehr sehr lange. Was dabei in aller regel rauskommt: man fängt damit an und gibt irgendwann auf. Mit dem fastfoto geht es schnell, sogar sehr schnell. Und die qualität ist recht ordentlich. Allerdings sollte man die standardmässige einstellung von 300dpi zumindest auf 600dpi (die optische auflösung) erhöhen. Die automatischen verbesserungen kann man jeweils an und ausschalten. Man kann die verbesserungen gleich ins bild rechnen lassen oder aber das “original” und eine verbesserte kopie zu speichern.

Ich wollte es dann doch selbst ausprobieren. Die rezensionen waren doch unausgeglichen. Der scanner ist wirklich schnell. Auch 50 auszüge am stück sind kein problem. Allerdings ist die qualität doch sehr mässig. Die farben entsprechen nicht dem original. Jpeg artefakte in dunklen stellen sind doch sehr ausgeprägt. Eigentlich wollte ich tausend fotos ab den 70ern scannen, hab es aber nach ein paar hundert mit unterschiedlichen einstellungen dann doch gelassen. Für grosse mengen und nur zum archivieren ok, für höhere ansprüche ungeeignet.

Vermutlich jeder über 30 hat analoge fotos, die er bewahren möchte. Natürlich könnte man die mit dem smartphone abfotografieren, aber das ist umständlich und kostet zeit. Ein automatisch arbeitender, zuverlässiger scanner mit fähigkeit zum verarbeiten größerer bilderstapel kann da geschätzte hilfe leisten. Im test mit mehreren dutzend bildern konnte nur ein abzug nicht gescannt werden, was allerdings die schuld des entwicklers war, der ein paar zu viele aufkleber auf dem abzug anbringen musste. Es stellt sich aber die frage, ob sich die ausgabe lohnt. Für diesen scanner, der sich mit seinem abgewinkelten weg auch für dickeres papier bis a4 eignet, würde ich das gleich vorab bejahen. Allerdings nur wenn sowieso ein scanner benötigt wird, sonst ist die ausgabe maximal bei professionellen fotografen gerechtfertigt. Ein großer pluspunkt: der scanner erkennt nicht nur, ob und wie er die abzüge optimieren sollte und dreht sie automatisch richtig (das allerdings nicht sonderlich zuverlässig, sondern gefühlt nach zufallsprinzip), er erfasst auch texte auf der rückseite an der richtigen stelle im gewählten, bei bedarf für jedes foto eigenen unterordner. Negativ ist die lange dauer für alles mit software. Das beginnt bei deren installation, über usb und wlan ist die nervig langsam, und beinhaltet das speichern der bilder.

Epson Fastfoto FF-680W Scanner

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  • Schneller Scanner mit automatischem Einzug – Scannen von bis zu 30 Fotos in 30 Sekunden
  • Einfache Stapelverarbeitung von Fotos, Automatisches Zuschneiden, Drehen und Optimieren von Farben und Kontrast
  • Dateigrößen je nach Verwendungszweck – Erstellt JPEGs zum Teilen oder große TIFFs für optimale Bildqualität
  • Teilen Sie Ihre Fotos – ganz einfach online: Automatisches Hochladen auf Dropbox und Google Drive
  • Lieferumfang: CD-Handbuch, Trägerfolie, Treiber und Hilfsprogramme (CD), externes Netzteil mit Stromkabel, Hauptgerät, Schnellstartanleitung, USB-Kabel

Epson Fastfoto FF-680W Scanner :

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Epson Fastfoto FF-680W Scanner
Rating
4.2 of 5 stars, based on 8 reviews

Gerrit Dörfler

Ein Kommentar

  1. Rezension bezieht sich auf : Epson Fastfoto FF-680W Scanner

    Der epson ff-680w ist auch am mac schnell installiert und einsatzbereit. Die installation ging vollautomatisch, selbst das wlan passwort wurde nach nachfrage aus der keychain gelesen. Alternativ kann man ihn auch mit kabel verbinden. Aber da ich sicherlich mal mit dem tablet arbeite, muss er eh ins netz. Anschließend wurde ein update gemacht und ich habe noch ein paar einstellungen geändert. 1200 dpi statt 300 und die bilder gehen sofort ins fotoalbum. Es werden immer 2 bilder gemacht, einmal der original scan und danach die automatisch verbesserte version. Ich habe gleich mal einen stapel fotos von 1980 durchgejagt und ein paar der resultate habe ich der rezension hinzugefügt (nicht die bilder sondern screenshots, sonst wäre das zu umfangreich). Klar kann man aus einem schlechten original keine klaren bilder erwarten, aber das ergebnis ist beeindruckend.
    • Der epson ff-680w ist auch am mac schnell installiert und einsatzbereit. Die installation ging vollautomatisch, selbst das wlan passwort wurde nach nachfrage aus der keychain gelesen. Alternativ kann man ihn auch mit kabel verbinden. Aber da ich sicherlich mal mit dem tablet arbeite, muss er eh ins netz. Anschließend wurde ein update gemacht und ich habe noch ein paar einstellungen geändert. 1200 dpi statt 300 und die bilder gehen sofort ins fotoalbum. Es werden immer 2 bilder gemacht, einmal der original scan und danach die automatisch verbesserte version. Ich habe gleich mal einen stapel fotos von 1980 durchgejagt und ein paar der resultate habe ich der rezension hinzugefügt (nicht die bilder sondern screenshots, sonst wäre das zu umfangreich). Klar kann man aus einem schlechten original keine klaren bilder erwarten, aber das ergebnis ist beeindruckend.
      • Epson meint, daß man mit diesem scanner vom typ “fastfoto” schnell fotos scannen kann. Grundsätzlich geht das natürlich auch – die qualität der bilddateien ist aber so schlecht, daß diese genauso schnell wieder gelöscht werden sollten: die bilder sind überschärft, zu kontrastreich, die farbsättigung der bilder ist viel () zu hoch und die dunklen bereiche im bild haben keinerlei durchzeichung mehr. Alle diese faktoren lassen sich nicht in der software einstellen. Möchte man die bilder dann abspeichern kann man nur auswählen zwischen “jpg” und “tif”. Bei “jpg” ist eine fixe kommimierungsrate in mittlerer qualität vorgegeben – sie läßt sich nicht ändern. Wählt man die option “tif”, dann wird erst eine jpg-datei erzeugt und diese dann als unkomprimiertes “tif” abgespeichert. Man bekommt also die gleichen komprimierngsfehler auch in der unkomprimierten datei. Fazit: dieser scanner ist nichts anderes als ein ganz normaler dokumentenscanner mit einem kleinen bildverwaltungstool.
  2. Rezension bezieht sich auf : Epson Fastfoto FF-680W Scanner

    Epson meint, daß man mit diesem scanner vom typ “fastfoto” schnell fotos scannen kann. Grundsätzlich geht das natürlich auch – die qualität der bilddateien ist aber so schlecht, daß diese genauso schnell wieder gelöscht werden sollten: die bilder sind überschärft, zu kontrastreich, die farbsättigung der bilder ist viel () zu hoch und die dunklen bereiche im bild haben keinerlei durchzeichung mehr. Alle diese faktoren lassen sich nicht in der software einstellen. Möchte man die bilder dann abspeichern kann man nur auswählen zwischen “jpg” und “tif”. Bei “jpg” ist eine fixe kommimierungsrate in mittlerer qualität vorgegeben – sie läßt sich nicht ändern. Wählt man die option “tif”, dann wird erst eine jpg-datei erzeugt und diese dann als unkomprimiertes “tif” abgespeichert. Man bekommt also die gleichen komprimierngsfehler auch in der unkomprimierten datei. Fazit: dieser scanner ist nichts anderes als ein ganz normaler dokumentenscanner mit einem kleinen bildverwaltungstool.

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